Lara Y. Stepanovic


Warum?
Kapitalismus-Recycling Artur P. Schmidt 16.07.2009, Telepolis
Warum stellen wir nicht mehr die Warum-Fragen?

Trotz technologischen Fortschritten sind in den westlichen Industrienationen die Realeinkommen gesunken und die Bildung ist zu einem Spezialistentum ohne Verantwortung für das Ganze verkommen. Kein Wunder, dass Begriffe wie Ethik und Moral im entfesselten Kapitalismus scheinbar keine Rolle mehr spielten. Wie sollte dies auch sein, wenn der schnöde Mammon der persönlichen Bereicherung durch immer stärker ausufernde Gehälter die Gehirne der Akteure mit dem Shareholder-Value der Aktienkurse gleichgeschaltet hatte. Wir haben es verlernt, die Warum-Fragen zu stellen, Fragen, die uns die Kinder immer wieder stellen.

Warum haben wir jahrelang geglaubt, dass Geld auf Bäumen wächst und beliebig vermehrbar ist, ohne zu erkennen, dass die Äste auf denen wir sitzen, durch ihre eigene Schuldenlast zusammenbrechen? Warum hat die so genannte Wirtschaftselite zum Treiben in den Finanzetagen der Großbanken jahrelang geschwiegen, obwohl jeder, der den mathematischen Dreisatz beherrscht, nachrechnen konnte, dass z.B. eine UBS im Verhältnis zur Schweizer Volkwirtschaft viel zu groß wurde, um eine Krise alleine bewältigen zu können?

Warum haben Politiker zugeschaut, wie das schweizerische Bankgeheimnis von Banken zu einem kriminellen Perpetum Mobile der Geldwäsche umfunktioniert wurde? Warum unterstützen wir heute Banken, die sowieso nicht mehr zu retten sind mit der Einführung von Bad Banks, und verhindern so, dass das neu gedruckte Geld zur Sanierung von toxischem Swap-Müll und nicht für Innovationen eingesetzt wird? Warum lassen wir es zu, dass Banken, die saniert werden, trotz neuem Geld alte Kredite kündigen und so eine gigantische Kreditklemme und damit Massenarbeitslosigkeit verursachen? (more…)



das koks war versalzen
Von Christoph Schlingensiefs Plänen, in der Nähe von Ouagadougou ein Opernhaus zu bauen,
…hatte sich Esther Slevogt an ihren Großonkel erinnert gefühlt, der sich Goethe zitierend auf einer Sänfte durch den kamrunischen Busch tragen ließ. Darauf antwortet Schlingensief: “Natürlich bin ich ein onkel in der sänfte. nichts anderes habe ich auch in meiner vorlesung in der universität gesagt. und die ursache liegt in der zukunft ist somit das billigste, was mir zu beuys oder dieser idee überhaupt einfallen würde. aber vielleicht ist es ehrlicher zu sagen, dass man nicht kommt, damit es so aussieht wie in berlin. als ob ich die diskussion des kolonialen auftretens nicht schon 1997 in zimbabwe oder vor 3 jahren in lüderitz erlebt hätte. warum ist da so eine aggression im raum? ich halte auch nichts von den geldoffwassersuchern oder tanzenden deutschen rocksängern, die sich in afrika sooo wahnsinnig wohl gefühlt haben. noch übler dieser ganze mist von deutschen theatermachern, die sich z.b. nach brasilien aufgemacht haben, um dort ihre dicken theatereier zu zeigen. und was war? die klimaanlage war defekt, die brasilianischen mädchen waren nicht willig und das koks war versalzen.” (more…)


Hello Africa – Money transfer

Hello Africa – Money transfer more ICT4D videos
“Mike, a housekeeper in Paje N Dame in East Zanzibar, tells us examples of aggressive promotion from the telephone companies, and how it works to send money to somebody just using SMS-based services.”


Mia, Madonna und die armen Afrikaner
Die Liste der weißen Afrika-Freunde, die den Kontinent retten wollen, ist lang. ZEIT ONLINE – ein Kommentar von Andrea Böhm
Seit elf Tagen hungert die amerikanische Schauspielerin Mia Farrow für Darfur. Seit mehreren Monaten versucht die Pop-Sängerin Madonna, ein zweites Kind aus Malawi zu adoptieren. Farrow beschreibt ihr Fasten gegen Völkermord täglich auf ihrer Website und schildert mit der unbeirrbaren (Mit)Leidensfähigkeit einer Mutter Teresa, was der Hausarzt zu ihrem Gewichtsverlust sagt und was Barack Obama gefälligst endlich zur Regierung im Sudan sagen soll.
Madonna lässt regelmäßig durch ihre PR-Agenten ausrichten, dass sie mit Adoptionen “Kinder aus dem Elend” retten will und im Übrigen mit ihrer Hilfsorganisation “Raising Malawi” auch alle übrigen Waisen im Land.
Zwei berühmte Frauen mit so vielen guten Absichten! Warum bloß schwillt einem der Hals, wenn man sie reden hört? (more…)


Kugelspritzen aller Art
Tuesday, 5. May 2009, 12:44
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pistole
Mittelstandsperle des Tages: Heckler&Koch Junge Welt
Es gibt sie, die krisenfesten bundesdeutschen Hochleistungsbetriebe: Der Nettogewinn des Kleinwaffenherstellers in Oberndorf am Neckar hat sich 2008 von 5,4 Millionen auf 12,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt, meldet die Internetausgabe der Financial Times Deutschland (FTD) am Montag. Das Geschäft mit Kugelspritzen aller Art lohnt sich offenbar in der Krise besonders: Der Umsatz stieg um gut 25 Prozent auf 185,7 Millionen Euro. Das ist schön fürs Jubiläum, denn 60 Jahre Bundesrepublik sind auch 60 Jahre Heckler & Koch (H&K) und – seitdem man 1955 wieder durfte – Produktion von Mordgeräten aller Art. Für 2009 sieht H&K laut FTD »einen positiven Verlauf durch guten Auftragsbestand«, auch wenn einige Lieferungen etwas kleiner ausfallen sollten als erhofft. Großkunden wie Großbritannien, Bundesrepublik und Norwegen werden die Schwaben nicht hängen lassen, außerdem sieht H&K Chancen in den USA, wo Ende 2008 »neben dem Stammgeschäft für das Militär und Sicherheitskräfte« (FTD) eine Pistolenproduktion für den Zivilmarkt gestartet wurde. Gewehrherstellung für private Kunden soll folgen. (more…)


design can change the world

NEED Magazine on the Importance of Design in Storytelling
Stephanie & Kelly Kinnunnen

“NEED magazine is an artistic, hope-filled publication focusing on humanitarian efforts both around the world and domestically. NEED offers an innovative and dynamic approach to building awareness and increasing support for featured humanitarian organizations through photography, design and storytelling. The creators of NEED magazine believe that in order to motivate people to act on their own humanitarian intentions they should be inspired by the possibilities of their actions. NEED shows the world that positive change is not only possible, but that it is happening all around us.”
www.needmagazine.com (more…)


UZIMAG #3 Hello Africa
Monday, 20. April 2009, 2:38
Filed under: africa, art, business, commerce, digital, media skills, social | Tags: , , , ,

UZI Africa is the working title of an upcoming documentary that sets out to illustrate the ongoing mobile phone craze in Africa, particularly in Zanzibar.
Its intention is to present moving images of contemporary Africa with focus on people’s lifestyles, popular culture, habits, activities and opinions in the context of mobile technology usage. The movie portraits individuals from various segments of society: students, rappers, teachers, athletes, vendors, watchmen and many more. What do they all have in common? They are connected and have unique stories to tell. Contrasts, strong visuals accompanied by a cool soundtrack will present this theme and, in a broader sense, raise the awareness of the ICT4D movement.

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Die Piloten
Tuesday, 13. January 2009, 11:48
Filed under: africa, art, commerce, dates, disobedience, independence, media skills, performance, provocation, social, think!

Christoph Schlingensief – Die Piloten

Sido, Claudia Roth, Gotthilf Fischer und die anderen: Eine Talkshow, die nie zu sehen war, ist die Basis von Christoph Schlingensiefs neuem Film «Die Piloten«. Der krebskranke Regisseur fehlte bei der Präsentation, ließ aber Mut machen.

Künstler sterben manchmal früh, und für ihr Werk sei das «oft auch ganz gut, bevor sie sich im Alter nur noch selbst zitieren», meint das «wandelnde Gesamtkunstwerk» Christoph Schlingensief. «Deshalb will ich auf keinen Fall mehr Künstler sein, da will ich dann doch lieber leben» (more…)



Save Bitch
Wednesday, 31. December 2008, 10:50
Filed under: commerce, disobedience, gender, independence, performance | Tags: ,

Save Bitch. Save independent media. Save feminist media.
Go to www.bitchmagazine.org to donate.


Business Bashing
Monday, 15. December 2008, 22:05
Filed under: business, commerce, disobedience, media skills, performance, think! | Tags: ,

Sloterdijk

Hier eine Aufzeichnung des philosophischen Quartetts mit dem Thema “Markt der Illusionen” vom 30.11.2008.

(Gesprächsrunde mit Peter Sloterdijk & Rüdiger Safranski).



„Guter Rat Online“
Tuesday, 4. November 2008, 12:27
Filed under: business, commerce, social, think!, violence, what we hate | Tags: , ,
Guter Rat Online („Zedlers Geld-Tipp“) empfiehlt zum Thema US-Wahlen zynisch:
“Am 4. November 2008 wählt Amerika einen neuen Präsidenten. Zur Finanzierung ihres Wahlkampfes sind sowohl Demokraten als auch Republikaner auf Spenden angewiesen. Deren Höhe wird an die »Federal Election Commission« gemeldet und veröffentlicht. Während die Technologie-Branche, der Pharmasektor, die Banken und überraschenderweise auch die Rüstungsindustrie ihr Geld vor allem in den Wahlkampf von Barack Obama pumpen, wird John McCain von den Sektoren Agrarwirtschaft, Transport, Bau und Energie gesponsert. Dies hat auch Folgen für die Börsenkurse. Laut einer Untersuchung der Hessischen Landesbank (Helaba) entwickelten sich nach den letzten vier US-Präsidentschaftswahlen jene Wirtschaftszweige besser, die zuvor den späteren Sieger unterstützt hatten. Wer also an einen Sieg von Barack Obama glaubt, sollte auf Aktien aus den Sektoren Technologie, Pharma, Rüstung und Banken setzen. Wer von einem Sieg McCains überzeugt ist, ist mit Bau-, Energie- und Transportwerten gut bedient.”
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!Abendmahl
Sunday, 12. October 2008, 19:47
Filed under: art, commerce, gender, provocation, think! | Tags: , , ,

feministisches Abendmahl



Dead Men Performance
Tuesday, 6. May 2008, 9:18
Filed under: art, commerce, dates, disobedience, performance, provocation | Tags:

enlarge!

Take part in the action!

The Dead Men Performance consists in touching the ground with your head in a place of commerce.

Touch the ground with your head in a place of commerce and have a photograph of yours been taken or take a photograph of yourself. Send the fotograph to Formatlabor with the Subjekt “Dead Men Performance”.
Infos: [formatlabor.net/deadmen] [keshma.net/blog]