Lara Y. Stepanovic


Mauer Mob 09.11.09
Monday, 26. October 2009, 18:28
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Mauer Mob – 33,000 people recreate the Berlin wall www.mauer-mob.com/
“In commemoration of the 20th anniversary of the fall of the Berlin Wall, English artist (and frequent Berlin visitor) Martin Butler is heading up the “Mauer Mob” project, an ambitious vision whereby the original path of the Wall will be mapped put via a human chain. Butler’s aim is to have a 47 kilometer chain consisting of some 33,000 people standing in place of the Wall at exactly 20:27 (the moment when the Wall fell 20 years ago). To join the thousands of other people who have already signed up, visit the Mauer Mob website and register your place.”


Antiberliner & Geniale Dilletanten
PRODUKTION WEST 1980
Wolfgang Müller → Auszug Lettre International 86

In Sichtweite der Berliner Mauer beginnt sich 1983 eine unsichtbare Vinylschallplatte zu drehen. Aus dem Fenster meines Arbeitszimmers in der Waldemarstraße kann ich ein Stück der Mauer sehen. Sie teilt die Adalbertstraße in einen zu Berlin-Kreuzberg und einen zu Berlin-Mitte gehörigen Abschnitt. Eigentlich wird die Mauer erst ab dem Spätherbst sichtbar. Dann nämlich liegen die Blätter der Eschen, der Ahorn- und Akazienbäume des Bethanienparks am Boden. Schaue ich links aus dem Fenster, kann ich die Mauer auch im Sommer sehen. Denn hier berührt ihre Fortsetzung das Ende der Kreuzberger Waldemarstraße am Leuschnerdamm. Ihren Schatten wirft sie direkt in den Garten des Altberliner Traditionslokals Henne. Superzarte Milchmasthähnchen.

Die Westberliner subkulturelle Musik- und Kunstszene ist in den achtziger Jahren wenig an der merkwürdigen politischen Zweiteilung der Stadt interessiert. Falls überhaupt, wird damit nur an der Oberfläche gespielt, die Mauer als dekorativer Hintergrund oder die Zweistaatlichkeit als Teil einer absurden Collage: Kebabträume in der Mauerstadt. Atatürk ist in der DDR der neue Herr. Zu besetzt ist das Thema von kalten Kriegern, den Politikern in Ost- und Westberlin. Deren humorfreie, verbitterte Losungen schrecken ab. Angeregt vom Punkimpuls entwickelt sich um 1978 in Westberlin, aber auch parallel im Ostteil der Stadt, eine überaus vielfältige, lustvolle, oft amüsante und genial-dilettantische Kulturszene. Sie nimmt sich des Alltags, des Unmittelbaren, der aktuellen Realität an. Es ist eine sich als autonom empfindende Szene, mit illegal betriebenen Bars, Clubs, selbstproduzierten Fanzines, Super-8-Kinos, Bands und eigenen Kleinlabels in besetzten Häusern. Am 4. September 1981 findet in einem Zirkuszelt an der Mauer, dem Tempodrom, ein Festival der Genialen Dilletanten statt. Über tausend Zuschauer sehen Bands, von denen viele erstmals überhaupt auf der Bühne stehen. Sie proben live. Die echte Christiane F. spielt als Christiane X. Baßgitarre, der spätere Technopionier WestBam und der Erfinder der Loveparade Dr. Motte spielen in Bands wie Kriegsschauplatz Tempodrom und DPA, die Einstürzenden Neubauten singen mit Gudrun Gut von zuckendem Fleisch. Und Dagmar Dimitroff präsentiert für meine Band Die Tödliche Doris am Schlagzeug einen Perückenhaarbikini. (more…)



Uebermorgen Chaosradio CCC
Über Netzkunst,
Benutzerunfreundlichkeit und Nazis
→ UBERMORGEN.COM
→ Mittschnitt des Interviews hier
Dateigröße: 71 MB, Format: MPEG-1 Audio Layer III Audio, Dauer: 01:43:18h

“In dieser Ausgabe von Chaosradio Express spricht Tim Pritlove mit Hans Bernhard und Lizvlx, die beide unter dem Namen UBERMORGEN.COM als Künstlerprojekt unterwegs sind und als solche schon mit einigen Aktionen große Aufmerksamkeit erzielt haben. Im Gespräch stellen sie einige ihrer Projekte und die dahinterliegende Motivation vor und erklären, warum gerade die Aufmerksamkeit eine besondere Rolle in ihrem Schaffen spielt. (more…)



Bodies in urban spaces
Sunday, 6. September 2009, 21:46
Filed under: art, urban space | Tags: , , ,
Bodies in urban spaces by artist Willi Dorner, Austin, USA (more pictures here!)wd1
“Artist Willi Dorner is causing a stir in towns and cities across the world by squeezing gangs of human bodies into nooks and crannies in public areas. For his ‘Bodies in Urban Spaces’ project, up to 20 dancers, climbers and performers wearing brightly coloured clothes run through busy malls and high streets before suddenly cramming themselves into doorways, alcoves and any gap they can find around buildings. During tours spanning his home country Austria, England, France, Switzerland, Sweden, Finland, Russia and the USA, Willi and his ‘bodies’ have drawn attention from local police. On several occasions police have stopped performances fearing the performers were burglars or vandals. But to 50-year-old art director Willi, from Vienna, Austria, even bad reactions from the public and local authorities are considered a success. His mesmerising street performance goes to Washington DC on October 2-3 and then to London on October 16-18.
Source: http://www.telegraph.co.uk, http://www.dailymail.co.uk


28mm status of women

wah

The Women project
www.womenareheroes.be
The Women project wants to underline their pivotal role and to highlight their dignity by shooting them in their daily lives and posting them on the walls of their country.
On the other hand, by posting the same images of these women in Western countries, the project allows everyone to feel concerned by their condition and connects, through art, the two different worlds. wah2 Kenya, South-Sudan, Sierra-Leone, Liberia – The violence suffered by women there is the extreme expression of discriminations. The ethnic wars in Africa are a source of the worst crimes on women. When meeting them, JR wants to testify of their force, their courage and their noble struggle: first to live, then to exist.
Right now JR is in Rio de Janeiro, Brasil where the context of favelas has encouraged to meet women for whom crime, violent lost of loved ones and arbitrary repression are part of everyday life.
In 2008/2009, JR plans to visit India, Cambodia, Laos, Marcs, then return to Kenya.
To the limits of contemporary art – the goal is once again to reach the limits of Art in a closed social and cultural environment and watch the reaction of the local population. What is at stake here is the assessment of the possibilities of intervention in the different environments. The success of such a process allows drawing a status of women in their countries. Proof by action is chosen.
→ VIDEO: EXTRAIT “WOMEN ARE HEROES”, Kibera, Kenya (more…)


Trans Europe Express
Sunday, 7. June 2009, 12:06
Filed under: Experimental, animation, digital, good music, media skills, urban space | Tags: , ,

kraftwerk – trans europe express
“Die Band inspirierte unzählige Künstler, darunter David Bowie, Human League, Depeche Mode, Duran Duran, Alphaville, O.M.D., Rammstein, Ultravox und Front 242. Außerdem haben sie einen großen Einfluss in der US-amerikanischen Electro-Funk- (Afrika Bambaataa u. a.) und später auch in der Detroit-Techno-Szene, die von Kraftwerks minimalistischen Arrangements und ihren tanzbaren Beats vor allem in der Anfangszeit stark geprägt wird.” (Wikipedia)


1. Mai Berlin Atari Teenge Riot

Atari Teenage Riot (ATR) waren eine aus Berlin stammende deutsche Band. Sie kombinierte aggressive linksradikal-anarchistische Botschaften mit der neu entstandenen Techno-Musik und Punk. Atari Teenage Riot galten in den neunziger Jahren als Band, der es gelingen könnte, die Einstellung des Punk auch musikalisch in das 21. Jahrhundert zu transportieren. Bis auf wenige Ausnahmen blieben sie aber ohne Nachahmer. (more…)


Was traegt der politische Extremist 2009?
Friday, 24. April 2009, 18:46
Filed under: dates, design, disobedience, performance, social, urban space, violence, warfare, what we hate | Tags: , , , ,
puppen
Hasskappe, Burka, Palästinenser-Feudel. Was trägt der politische Extremist 2009? von Christian Saehrendt, FAZ.net, 17.03.2009
Der Frühling naht, und damit auch der Nato-Gipfel und der Erste Mai – traditionelle Großkampftage für alle radikalen politischen Gemüter. Ob autonome Antifa, Globalisierungsgegner, Neonazi oder Exiltamile; für alle heißt es: Heraus auf die Straße und Flagge zeigen! Gerät man als Zivilist in eine dieser Kundgebungen und Demonstrationen, fällt es schwer, Links und Rechts auseinanderzuhalten, weil sich die politischen Extrempositionen immer mehr anzugleichen scheinen: Gegen Amerika, das „Finanzkapital“, gegen Israel oder Atomstrom sind ja inzwischen fast alle. Auch äußerlich haben sich die Extreme angeglichen. Lernen Sie hier die geheimen Dresscodes der Extremisten zu entschlüsseln! (more…)


We love Kourtrajmé
Die Banlieue läuft Amok
Im Video zu ihrem Stück “Stress” zeigt das Elektronik-Duo Justice eine Bande marodierender Einwandererkids.
Oliver Pohlisch
mehr zum Thema Jugendrevolten in den Pariser Banlieues hier!

www.kourtrajme.com parody clip here (more…)


Poster Liberation
Tuesday, 20. January 2009, 19:37
Filed under: art, disobedience, media skills, resist, urban space | Tags: , , , , ,

Poster Boy
“Poster Boy is a New York City based street artist. By using a razor, Poster Boy slices up advertisements in the subway system to create completely original works of art. Due to the illegal nature of his work, Poster Boy remains anonymous.”
Pictures of his work here.


Die Mitte Europas ist Kreuzberg.
Sunday, 4. January 2009, 22:33
Filed under: social, urban space | Tags: , ,

Oranienstr. 22 (1977)

Cafe Orya, Oranienstrasse 22, 10999 Berlin – Kreuzberg
ACHTUNG: Mittlerweile geschlossen!
Foto: Berlin-Kreuzberg: Oranienstr. 22 (1977)

Wem sonntags langweilig ist, der könnte zum Zeitvertreib einen Krieg anzetteln, in die Kirche zum Beten und Beichten gehen oder sich einen Actionfilm in der Videothek ausleihen.
Wer sich aber sonntags einen Ort wünscht, an dem er nicht allein ist, sucht vielleicht wie ich ein Cafe auf. Eines, das sich sehr gut zum Kaffee trinken, Arbeiten (via WLAN) und Zeitschriften lesen eignet, ist das Cafe ORYA in der Oranienstraße 22, Berlin-Kreuzberg. Es handelt sich um ein typisches Wohnzimmercafe mit wechselnden Ausstellungen und sonstigen Veranstaltungen (“Kultur-, Begegnungs- und Kommunikationsstätte”), in dem auch geraucht werden darf. Die Musik ist nicht aufdringlich und die Gäste sind locker. Das Orya ist ein schlichtes Cafe, in dem man lange Gespräche führt oder auf dem Sofa vor dem Schaufenster mit einem Glas Wein in der Hand eine Zeitschrift aus Versehen durchliest.
Wer als Fashion-Victim hier seine neuen Klamotten zur Schau tragen will, wird eher wenig Beachtung finden und sollte besser am anderen Ende der Straße das Cafe Luzia besuchen, um dort für 5 EUR zu einem schlechten Glas Wein eine gute Figur zu machen.
Die wichtigsten Preise: Stück Käsekuchen 2,50 EUR, Kaffee 1,50 EUR.



Kein Schloss in meinem Namen.
Saturday, 20. December 2008, 13:04
Filed under: business, digital, disobedience, media skills, resist, social, urban space, violence, what we hate | Tags: ,

Schloss

Eine berliner Initiative gegen das Schloss.
www.kein-schloss-in-meinem-namen.de

Letzte Vorstellung im Palast der Republik
Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 21. August 2008 von der wohl letzten kulturellen Zwischennutzung im Palast der Republik. Etwa siebzig Leute drangen in die Abrissbaustelle ein und wohnten einer Vorführung des Filmes “RiffRaff” von Ken Loach im Kellergeschoss bei. (more…)



Wir braucht keine Mauern, sagt der Architekt.
Tuesday, 16. December 2008, 12:45
Filed under: disobedience, resist, social, think!, urban space | Tags: , , ,
Wir braucht keine Mauern
Beitrag aus der Berliner Gazette von Austin Williams, Architekt
Future Cities Project

Fast alle Architekten und Urbanisten wissen, dass die Idee der Gemeinschaft sich dem Untergang naehert. Sie glauben, dass sie eine moralische und soziale Verantwortung haben, dieses alte Gut wieder instand zu setzen. Leider hat keiner von ihnen eine zuendende Idee, was Gemeinschaft eigentlich bedeutet und wie man sie ueberhaupt herstellt.

Der Kollaps der Gemeinschaft – und auch die Angst vor diesem Kollaps – ist heute eines der Hauptthemen des Diskurses in Grossbritannien. Es wird viel darueber gesprochen, dass Innenstaedte auseinander fallen, urbane Zentren verfallen und Doerfer zu gottverlassenen Orten werden. Die Zeitungen hier sind voll von Geschichten ueber Teenager-Gewalt, die Zergliederung der Gemeinden, auseinander brechende Familien und rassistische Spannungen.
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